Big Data – Last oder Chance?

Expertenkommentar von Mark Winkler, Channel & Marketing Director Hitachi Data Systems Austria

Wien, 13. September 2012 – Die weltweit unsichere Wirtschaftslage ist für viele Unternehmen nach wie vor ein Ansporn, Kosten zu senken. Jeder Geschäftsbereich muss zur Erreichung der unternehmensweiten Einsparungsziele beitragen, andernfalls drohen bestenfalls Outsourcing, schlechtestenfalls Streichungen. IT-Abteilungen machen dabei natürlich keine Ausnahme. Eine vor kurzem durchgeführte Untersuchung von IDC für Hitachi Data Systems, zeigt einige der zentralen Herausforderungen, die CIOs bei der Formulierung einer passenden IT-Strategie für das derzeitige Marktumfeld beschäftigen.

An erster Stelle steht für 56 Prozent der europäischen IT-Verantwortlichen in Führungspositionen die Herausforderung, IT-Kosten und Unternehmensbudgets unter einen Hut zu bekommen. An zweiter Stelle folgt mit 41 Prozent das rapide Datenwachstum. Bereits abgeschlagen folgt auf dem dritten Platz die Sorge um zu wenig Speicherkapazität mit 24 Prozent. Auf ähnlichem Niveau befindet sich das Thema Ökologie – 18 Prozent der Befragten gaben an, dass entsprechende Fragen für sie drängend sind.

Die Mehrzahl der CIOs ist daran interessiert, die finanziellen Aufwendungen ihrer Abteilung zu senken, um so die Gesamtstrategie des Unternehmens und die Entwicklung von Innovationen zu unterstützen. Nichtsdestotrotz müssen sie gleichzeitig mit stark zunehmenden Datenvolumina, sogenannter Big Data, umgehen. Unternehmen aller Branchen und Sektoren auf der ganzen Welt sind mit der Herausforderung Big Data konfrontiert.

Die IDC-Umfrage hat auch gezeigt, dass es einige Unternehmen gibt, denen es gelingt, direkten Mehrwert aus ihren Daten zu ziehen, indem diese wichtigen Informationen für das Unternehmen arbeiten. Diese sind im Schnitt produktiver und profitabler als solche, die ihre Datenmengen als große, ungewollte Verantwortung und Bürde begreifen. Bisher sind Unternehmen, die ihre Daten wirklich gewinnbringend einsetzen, jedoch klar in der Unterzahl.

Daten neu denken
Die Zeit ist reif, einen breiteren Denkansatz zu wählen. Daten sollten eben nicht als Last, Bedrohung, Kostenfalle oder Abfallprodukt der Geschäftstätigkeiten gesehen werden. Wir sind es gewöhnt, Größen wie Finanzkapital oder Humankapital zu nutzen, um den Wert von Unternehmen zu messen. Wir verwenden sogar weniger gut messbare, aber ebenso wichtige Faktoren wie den Wert einer Marke. Das Beispiel einiger vorausdenkender IT-Abteilungen zeigt, dass Daten sehr wohl als Teil des Outputs eines Unternehmens verstanden werden können und damit Teil des unternehmerischen Werts sind. Wir sollten nun damit beginnen, eine neue Währung zu nutzen – den Wert der Daten, die ein Unternehmen oder eine Organisation ihr Eigen nennt.

Wie weit sind wir also entfernt davon, Big Data als positive Entwicklung zu verstehen, für die unternehmerische Entwicklung und damit zum eigenen Vorteil einzusetzen? Leider ziemlich weit: Die IDC-Untersuchung ergab, dass lediglich zehn Prozent der Mitarbeiter in IT-Führungspositionen entsprechende Prozesse in Gang gesetzt haben. Etwa 20 Prozent wollen sich dem Thema in den nächsten 24 Monaten stärker widmen, weitere zehn Prozent wollen in diese Richtung nicht aktiv werden. Die große Mehrheit von 60 Prozent verfügt über keine konkreten Pläne.

Was aber hält diese 60 Prozent auf? Die IDC-Untersuchung ergab, dass viele CIOs vor den Kosten entsprechender Implementierungen zurückschrecken. Sie haben zudem Probleme damit, den Mehrwert für ihr Unternehmen zu beziffern oder den Return on Investment (ROI) einer Big Data-Strategie zu messen.

Wettbewerbsvorteil Daten
Untätigkeit ist jedoch keine Lösung. Die Vorteile durch die Nutzung von Daten stehen immerhin Unternehmen aus dem jeweiligen Mitbewerb ebenfalls offen. Der Punkt, an dem der Mehrwert durch die Nutzung der Daten die Kosten überwiegt, ist bereits erreicht. IT-Verantwortliche sollten diese Entwicklung als positiv auffassen und handeln.

Big Data-Konzepte können bereits im Kleinen beginnen. Ein möglicher erster Schritt kann es etwa sein, das eigene Unternehmen genau zu durchleuchten; nicht selten ergeben sich dabei erste Ansatzpunkte für Maßnahmen, deren erfolgreiche Umsetzung einfach und gut messbar ist. Die Optimierung existierender Prozesse ergibt meist einen klar zu erfassenden ROI. Im nächsten Schritt können IT-Verantwortliche komplexere Projekte starten. Erste Erfolge sollten Führungskräfte anderer Bereiche dazu bewegen, den Weg mit zu beschreiten und ihre Daten zu evaluieren. Nach dieser Analyse werden sie das Sichern und Managen von Daten eher als Teil der Geschäftstätigkeit begreifen.

Die Erschließung vorhandener Daten erfordert ein adäquates Management, bevor ihr Wert bewiesen werden kann. Ein strategischer Ansatz ist dafür unerlässlich. Es steht außer Frage, dass Unternehmen mit der besseren Speicherstrategie am einfachsten den Mehrwert ihrer Daten nutzen können. Die richtige Storage-Lösung kann Daten effizient erfassen und eine entsprechende Erstauswertung durchführen. Unternehmen, die dies umsetzen, werden hinsichtlich Effizienz und Leistungsfähigkeit sowie beim Kundenservice und der Wettbewerbsfähigkeit die Nase vorn haben.

Über Hitachi Data Systems:
Hitachi Data Systems bietet branchenweit führende Informationstechnologien, Services und Lösungen für einen überzeugenden Return on Invest (ROI) sowie Return on Assets (ROA) und verschafft Unternehmen somit einen nachweisbaren wirtschaftlichen Mehrwert. Der Vision einer virtualisierten, automatisierten, cloud-fähigen und nachhaltigen IT folgend, senken die Lösungen von Hitachi Data Systems die IT-Kosten und erhöhen gleichzeitig die Agilität. Mehr als 5.700 Mitarbeiter weltweit in über 100 Ländern helfen dabei, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Die größten Unternehmen der Welt, darunter mehr als 70 Prozent der Fortune-100-Unternehmen sowie über 80 Prozent der Fortune-Global-100-Unternehmen, vertrauen auf die Produkte, Services und Lösungen von Hitachi Data Systems. Daten bewegen unsere Welt – Informationen sind die neue Währung. Für weitere Informationen besuchen Sie www.hds.com/at.

Über Hitachi Ltd.:
Hitachi Ltd. (TSE: 6501) mit Hauptsitz in Tokio, Japan, ist einer der führenden globalen Elektronikkonzerne mit rund 320.000 Mitarbeitern weltweit. Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 (mit Ende 31.März 2012) konsolidierte Umsätze in Höhe von 117,8 Milliarden US-Dollar. Hitachi richtet seine Aktivitäten verstärkt auf den Bereich sozialer Innovationen aus. Zu diesem Feld zählen Informations- und Telekommunikationssysteme, Energie, Umwelt, Industrie- und Transportwesen sowie soziale und urbane Systeme samt der zugehörigen Schlüsseltechnologien. Weitere Informationen über Hitachi finden Sie unter http://www.hitachi.com.

Pressekontakt:
Hitachi Data Systems GmbH
Mag. Walburga Ratz, MA
Tel: +43 1 245 82 261
E-Mail: walburga.ratz@hds.com

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