SPAR Einzelhandelskonzern holt sich frische Business-Agilität durch Private Cloud

Fallstudie

Herausforderung: Durch die sich rasch verändernden Bedingungen im Einzelhandel sah sich Spar gezwungen, Anpassungen vorzunehmen, sich zu entwickeln und innovativ zu sein.

Lösung: SPAR ersetzte seine alte physikalische Infrastruktur durch Private Cloud und Managed Services.

Ergebnisse

  • Geschäftsbetrieb wird jetzt durch Opex finanziert, Capex entfällt
  • Weniger Zeitaufwand für administrative Aufgaben und die gewonnene Zeit kommt dem Ausbau innovativer IT-Services zugute
  • Weniger Fehler und Verzögerungen durch Automatisierung der Bereitstellung neuer Services

Die Herausforderung

SPAR wurde 1954 in Österreich gegründet und expandierte in den 1970er Jahren stark, als die ursprünglichen Gründerfamilien sich mit einem regionalen Großhändler zusammentaten, um die SPAR Austria AG zu bilden, die zu 100% in Privatbesitz ist. SPAR hat sich seitdem zu einem Handelsgiganten entwickelt, der im Lebensmittelbereich einen Umsatz von 5,68 Milliarden Euro macht. Die Firmengruppe hat auch eine Sportmodenmarke namens Hervis in ihrem Besitz, die weitere 490 Millionen Euro umsetzt, sowie eine Shopping Center-Unternehmung mit Einkünften in Höhe von 2,85 Milliarden Euro.

Angefangen bei der Einführung der Registrierkasse, über Bonuskarten für Kundentreue bis hin zu Business Intelligence: SPAR war über die Jahre und alle Einzelhandelsrevolutionen hinweg stets auf Erfolgskurs. Die technikaffinen Kunden von heute wollen jedoch ohne Medienbrüche von der mobilen App zur Website springen und dann im Laden den Lieferdienst für Lebensmittel in Anspruch nehmen. Wie gelang es SPAR bei diesen gewaltigen Reformtempo Schritt zu halten?

Um den laufenden Geschäftsbetrieb zu unterstützen und neue Services wie Online-Click-and-Collect-Shopping zu entwickeln, hat SPAR in Österreich mit der SPAR Information & Communication Services (ICS) einen eigenen Unternehmensbereich für IT-Services gegründet. ICS Enterprise Architect Michael Gstach erklärt: „Viele der SPAR-Unternehmen befinden sich technologisch gesehen in unterschiedlichen Stadien. Die Business-Systeme für den Konzern am Laufen zu halten ist schon eine große technische Herausforderung. Wir haben festgestellt, dass unsere Mitarbeiter oft in einem sich wiederholenden Kreislauf von Deployment, Wartung und Ersatz von Systemen gefangen waren. Da blieb wenig Zeit für Entwicklung und Innovation.

Er fährt fort: „Trotz beträchtlicher Investitionen in die IT liefen wir angesichts des Wachstumsdrucks Gefahr, der Entwicklung hinterher zu hinken. Wir standen vor der Aufgabe, den Bereich IT Operations von einem reagierenden Service in einen agilen, innovativen Unternehmensbereich umzuformen, der sich proaktiv an den kommerziellen Zielvorgaben ausrichtet.“

SPAR ICS

SPAR ICS

INDUSTRY

Retail

SOLUTIONS

Private Cloud

Data Management

Hitachi Unified Compute Platform for VMware vSphere

HARDWARE

Hitachi Virtual Storage Platform G1000

Hitachi Compute Blade (CB) 500 and CB 2500

SOFTWARE

Hitachi Storage Virtualization Operating System with global-active device

Hitachi Data Mobility

Hitachi Command Suite Analytics

SERVICES

Managed services provided by Hitachi TrueNorth Partner Axians

Mit der UCP-Lösung können wir die neuen VMware-Server für unsere Einzelhandels- und Geschäftsbereichsanwendungen schnell und einfach erstellen ... um zügig und flexibel auf Geschäftsanforderungen reagieren zu können.
– Michael Gstach, Enterprise Architect SPAR ICS

Die Lösung

Um den Kreislauf der technischen Administrationsabläufe zu durchbrechen, wandte das SPAR ICS seinen Blick von der traditionellen Infrastruktur und Anwendungswartung ab und fokussierte sich stattdessen auf eine serviceorientierte Architektur. SPAR ICS suchte einen Partner, der in der Lage war, eine komplette Managed-Infrastructure-Umgebung bereitzustellen, auf die das Unternehmen auf flexibler und skalierbarer Basis zugreifen kann (pay-as-you-grow, pay-for-what-you-use; d. h. mitwachsender bzw. nutzungsabhängiger Bezahlmodus).

Dieser Strategiewechsel zielte darauf ab, das eigene IT-Team von wiederkehrenden, unproduktiven Routineaufgaben zu entlasten, damit es für neue Aufgaben frei war. Im konkreten Fall hieß das, eng mit den Geschäftsbereichen zusammenarbeiten, um innovative Einzelhandelslösungen zu entwickeln. Außerdem sah SPAR ICS in einer Partnerschaft mit einem Service Provider die Chance, den Kapitaleinsatz (CAPEX, capital expenditure) für physikalische Systeme durch das Betriebskostenmodell (Operational Expense Model, OPEX) zu ersetzen und Compute und Storage als Betriebskosten anzusetzen.

Gstach fügt ergänzend hinzu: „Wir haben unsere Zulieferer und Optionen einer gründlichen Überprüfung unterzogen. In diesem Stadium des Projekts führten wir rund 95 % unserer Anwendungen in VMware-Umgebungen aus. Wir konnten die Vorteile der Virtualisierung sehen, und suchten insbesondere nach Möglichkeiten, unsere VMware-Fähigkeiten auszuweiten, um die Bereitstellung von Diensten zu beschleunigen, Kosten zu reduzieren und das IT-Management zu verreinfachen.“

SPAR ICS entschied sich für Hitachi Unified Compute Platform for VMware vSphere als Lösung der Problemstellung. Bei diesem Lösungsansatz waren zwei Hitachi Virtual Storage Platform (VSP) G1000- und zwei VSP G200-Systeme vorgesehen, die auf dem Hitachi Storage Virtualization Operating System mit dem Global-Active Device (GAD) laufen. Hinzu kamen acht Hitachi Compute Blade (CB) 2500 Server und sechs CB 500 Server, Hitachi Data Mobility und Hitachi Command Suite Analytics, plus Managed Services von Hitachis TrueNorth Partner Axians. Außerdem sorgt Brocade für ein skalierbares Fibre Channel SAN der Enterprise-Klasse mit insgesamt vier Switches für hoch virtualisierte Cloud-Umgebungen. „Unsere „Service-Bereitstellungsplattform“, die auf der Hitachi UCP-Lösung aufbaut, ist mit Blick auf unsere VMware Virtualisierungspläne die perfekte Ergänzung,“ erklärt Gstach.

UCP for VMware vSphere unterstützt nicht nur die Private Cloud-Lösung, sondern besitzt auch Public Cloud-Fähigkeiten. Aufgrund dieser Flexibilitätsmerkmale ist SPAR dafür gerüstet, in künftig geplanten Konfigurationsänderungen virtuelle Server in die Public Clouds von Anbietern wie Amazon (Amazon Web Services) oder Microsoft (Azure) zu verlagern. „Falls und wenn SPAR bestimmte Systeme in eine Public Cloud verschieben möchte, verschafft uns die UCP-Lösung die nötige Flexibilität. Die Planung und Implementierung ist einfach. Wir können somit agiler auf künftige Entwicklungen und Anforderungen reagieren.“

The Outcome

Über einen Service-Katalog kann SPAR ICS alle Compute-, Storage- und Netzwerkkapazitäten auswählen, die mit der Hitachi UCP-Lösung zur Verfügung stehen.

„Die Zeiten sind glücklicherweise vorbei, wo das Spezifizieren, der Einkauf und das Deployment von Einzelsystemen noch eine komplexe Aufgabe war, bei der immer wieder Verzögerungen auftraten“, erklärt Gstach. „UCP erlaubt es uns, schnell und unkompliziert neue virtuelle VMware Server für Anwendungen für unseren Einzelhandel und andere Geschäftszweige zu erstellen. Und wenn wir diese virtuellen Server nicht mehr benötigen, kommen die Ressourcen in den Pool zurück, sobald wir die Server löschen. Dadurch können wir schnell und äußerst flexibel auf geänderte Geschäftsanforderungen reagieren. Unseren Business Usern stellen wir neue Services in einem cloud-ähnlichen Modell zur Verfügung. Anwendungen und Daten sind vollständig gesichert, da es sich im Endeffekt um eine Private Cloud handelt.

Seitdem die UCP-Lösung im Einsatz ist, konnte SPAR ICS die für die Einführung neuer Services benötigte Zeitspanne von Tagen auf nur noch Stunden reduzieren. Auch die Implementierungszeit von bis zu zehn Wochen – Lieferung neuer Hardware, Konfiguration und Kommissionierung inbegriffen – konnte auf die Dauer von gerade mal zwei Tagen reduziert werden. Bei der verwendeten Lösung können über einen einfachen Katalog Anwendungen und Services ausgewählt und implementiert werden, wobei eine automatisierte Provisionierung und Orchestrierung zur Anwendung kommt. Durch die Automatisierung lassen sich Fehler eliminieren und die Markteinführungszeit wird deutlich verkürzt – ein Vorteil, der gerade im Einzelhandel schwer wiegt.

„Ich möchte mir über Dimensionierung, Bestellung und Implementierung von Hardware nicht mehr so viele Gedanken machen müssen; die Automatisierung des Services ermöglicht es mir, einfach aus dem Katalog auszuwählen und das System bereitzustellen. Es kommt zum Beispiel öfter vor, dass besonders agile Unternehmensbereiche neue Services als Angebote in den sozialen Medien ziemlich kurzfristig als Pilotprojekt an den Start bringen, die das Online-Geschäft oder das Geschäft in den Läden ankurbeln sollen. Die Hitachi-Lösung unterstützt derartige Aktionen auf mehreren Marketing-Kanälen auf eine Art und Weise, wie das vorher nicht möglich war“ erklärt Gstach.

„Mithilfe des Hitachi Management-Portals können wir für einen Workload-Ausgleich über alle unsere Anwendungen hinweg sorgen, um den kostengünstigsten Mix zu erreichen, wobei Ressourcen je nach Bedarf hoch- oder runterskaliert werden können“, merkt Gstach an. „Ohne weiteren Kapitaleinsatz und ohne Verzögerungen, können wir nun jederzeit Test- und Entwicklungs-Instances erstellen, sie ggf. wieder zurückziehen oder sie in die Produktionsumgebung aufnehmen. Das nennt man Flexibilität!“

Abschließend fügt Gstach hinzu: „Durch den Strategiewechsel hin zur Bereitstellung von Managed Services, hat SPAR seinen IT-Bereich in einen service-leistenden Unternehmensbereich umgeformt, der aktiv nach Verbesserungsmöglichkeiten Ausschau hält, die dem Unternehmenserfolg dienlich sind. Wir haben in die digitale Transformation von Prozessen, Systemen, Arbeitsabläufen und Daten investiert, um die Unternehmen unserer Konzerngruppe durch neue Technologien stärker und erfolgreicher zu machen. Unsere zukünftigen Implementierungen werden alle auf der „Service Delivery Plattform“ stattfinden, da sie uns die Flexibilität und Agilität gibt, die SPAR braucht, um im hart umkämpften Einzelhandel im Spitzenfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, bzw. das Feld anzuführen.“

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